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Jugend und Pubertät

Feb
No Comments   Posted by Max |  Category:Allgemein

Jugend und Pubertät – Herausforderungen für alle Beteiligten

In der heutigen Gesellschaft gibt es ein besonders negatives Bild von Jugendlichen in der Pubertät. Sie lehnen sich nach Meinung vieler Erwachsener zu weit aus dem Fenster heraus, sie rebellieren stärker, als je zuvor und sie werden häufiger straffällig. Die Jugend von heute ist so ein bekannter, wie auch übertriebener und unwahrer Satz, der die Gesellschaft prägt. Das bestätigen auch Tagungen und Konferenzen rund um das Thema immer wieder. Es zeigt sich, dass die Pubertät von vielen Einflüssen abhängig ist und sich nach diesen Einflüssen von außen auch bestimmt, wie stark sich die Jugendlichen auflehnen.

Zunächst einmal ist ein massiver Wandel zu sehen. War die Pubertät noch vor etwa 100 Jahren mit 16 bis 18 Jahren gerade im Beginn, so ist sie heute in diesem Alter bereits abgeschlossen. Die Industrienationen sorgen nicht nur für eine bessere Versorgung mit Nahrung, sondern genauso für hygienisch und medizinisch stark verbesserte Zustände. Dadurch sind die Kinder früher bereit, erwachsen zu werden, die Pubertät setzt also deutlich früher ein.

Ein zweites Problem besteht darin, dass sich Jugendliche von der Welt der Erwachsenen abgrenzen wollen und müssen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sie eine ganz eigene Kultur erhalten. Andere Kleidung, andere Frisuren, andere Hobbys als die Erwachsenen sind wichtig für die Abgrenzung. Doch gerade das ist heute nicht mehr so leicht. Tattoos und Piercings, Rasta-Locken oder grüne Haare – all das findet man immer häufiger bei Erwachsenen. Die Abgrenzung der Jugendlichen in der Pubertät zur Welt der Erwachsenen fällt immer schwerer und so müssen letztlich auch deutlich härtere Geschütze aufgefahren werden, um eben diese Abgrenzung trotz allem durchsetzen zu können.

Pubertät heißt erwachsen werden

Für Eltern ist die Pubertät oftmals die schlimmste Zeit. Die Kinder ziehen sich immer mehr von ihnen zurück, sie bäumen sich gegen die Eltern auf und lassen sich von ihnen nicht mehr beeinflussen. Oftmals kommt es darüber zu heftigen Streitereien, die das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern stark beeinflussen können. Doch Studien haben genauso ergeben, dass 85 Prozent der Jugendlichen sich hervorragend mit ihren Eltern verstehen. Kleine Streitereien über Ausgehzeiten und ähnliches finden zwar auch hier statt, doch können beide Parteien gut damit umgehen.

Eltern müssen sich darüber klar sein, dass Pubertät Verwandlung und Veränderung bedeutet. Es wachsen nicht nur Haare im Schambereich und unter den Achseln, es kommt nicht nur zum Stimmbruch bei den Jungen, zum Einsetzen der Regelblutung bei den Mädchen – vielmehr wandelt sich auch das Gehirn der Kinder. Neben der vermehrten Hormonbildung in Jugend und Pubertät kommt es zu Veränderungen im Gehirn. Die Synapsen, mit denen die Nervenzellen im Gehirn verbunden sind, werden gekappt. Gut 30.000 Verbindungen verschwinden täglich. Doch erst dadurch wird es den Jugendlichen möglich, eine andere Sichtweise auf die Dinge zu erhalten. Sie können jetzt komplexe Entscheidungen treffen und das Wichtigste: Sie entwickeln eine eigene Persönlichkeit.

Wichtig ist es, sich von den Eltern abzunabeln, eine eigene Meinung zu haben und diese auch vertreten zu können. Dass diese nicht immer mit der Meinung der Eltern gleichbedeutend ist, erklärt sich eigentlich von selbst. Doch der Widerspruch zur Lebensweise der Eltern soll diese nicht verletzen, sondern vielmehr den eigenen Willen der Jugendlichen darstellen. Sie wollen für sich und für ihr Leben etwas anderes. Sie wollen nicht dasselbe Leben wie ihre Eltern leben und das ist durchaus ihr gutes Recht. Wenn Eltern lernen, ihren Kindern zuzuhören, ihnen Freiheiten zu lassen und sie nicht ständig manipulieren zu wollen, dann kann auch in der Pubertät eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kindern gewahrt werden.

Das bestätigen auch die Experten, die sich auf Tagungen und Konferenzen zum Thema treffen. Jugend und Pubertät ist die Zeit der Verwandlungen und Veränderungen. Kinder sollen und müssen lernen, sich selbst im Leben zurecht zu finden. Das ist ein völlig natürlicher Prozess, der mit ein wenig Verständnis von beiden Seiten auch völlig unbeschadet überstanden werden kann.

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