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Horoskope für Jugendliche bedeutsam

Jun

Zukunft
Jugendliche machen während ihrer Pubertät die unterschiedlichsten Phasen durch, alle Eltern, die schon einmal ein pubertierendes Kind zu Hause hatten, wissen um diese Phasen. Sie reichen von einer reinen Trotzphase, über die dunkle Phase, in der nur schwarze Kleidung getragen wird und sich die Kinder sehr in sich zurückziehen bis hin zur esoterischen Phase, in der sich die Jugendlichen mit dem Übersinnlichen beschäftigen. Nicht jede Phase muss bei jedem Jugendlichen gleichermaßen auftreten, auch die Ausprägungen sind unterschiedlich stark. Dennoch kann man oft erkennen, dass Jugendliche sich mit dem Übersinnlichen beschäftigen.

Das beginnt beim altbekannten Gläserrücken, bei dem oft wahre Schauermärchen erzählt werden und reicht bis zum Horoskop. Kostenlos wird ein solches in fast jeder Tageszeitung angeboten, aber auch im Internet kann man auf immer mehr Horoskope zugreifen. Da wird getestet, welches Sternzeichen zu einem passt, wie der Tag verlaufen wird, es werden Parallelen der allgemeinen Charakterzüge eines Sternzeichens zum eigenen Ich gezogen und vieles mehr. Das Horoskop kostenlos zu finden, ist somit nicht schwierig. Schwierig kann es jedoch werden, wenn die Jugendlichen ihr gesamtes Leben nach dem Horoskop ausrichten. Sind hierin beispielsweise negative Ereignisse geschildert, so verkriecht sich mancher Jugendliche in seinem Zimmer, um diesen nur ja aus dem Wege gehen zu können. Andere erwarten mit aller Gewalt, dass sich positive Dinge, die im Horoskop beschrieben wurden, auch tatsächlich bewahrheiten und vieles mehr.

Gesunder esoterischer Glaube und extremer Fanatismus

Ebenfalls kann man viele Jugendliche beobachten, die einen gesunden Glauben an das Horoskop kostenlos haben. Sie lesen es gerne einmal durch, warten dann ab, ob sich die Angaben bewahrheiten oder eben auch nicht. Schnell merkt man aber auch, dass die Aussagen sehr allgemein gehalten sind und so ziemlich auf jeden zutreffen könnten. Wenn das Horoskop einige Zeit nicht gestimmt hat, werden die Jugendlichen auch schnell das Interesse daran verlieren.

Manch einer beschäftigt sich aber intensiver mit der Materie. Die einfachen Horoskope aus der Tageszeitung reichen dann nicht mehr aus. Man will genauer wissen, wie es um einen bestellt ist und so wird sich intensiv mit den astrologischen Vorhersagen auseinandergesetzt. Das ist auch im Grunde genommen nicht weiter tragisch, wenn allerdings ein extremer Glaube besteht, dass etwas Schreckliches passieren muss, weil es eben so in den Sternen steht, sollten auch die Eltern hellhörig werden. In solchen Fällen sind intensive Gespräche mit den Jugendlichen unbedingt notwendig, schnell können sie sonst in eine Traumwelt abdriften, aus der sie kein Entkommen mehr sehen.

Das Horoskop richtig deuten

Vielfach werden Jugendliche auch eigene Berechnungen anstellen. Mit Hilfe moderner Software kann man sich das eigene Horoskop selbst errechnen, dabei werden Angaben zu Geburtsdatum und -ort, sowie -zeit benötigt. Anhand dieser Daten wird berechnet, wie die Sterne bei der Geburt standen und wie sie sich heute weiter entwickeln.

In diesen Fällen müssen die Eltern meist nicht reagieren, oft handelt es sich um ein Hobby, dem sich die Jugendlichen zuwenden. Ein Hobby sollte ihnen aber in jedem Fall zugestanden werden, auch wenn es vielleicht nicht den Vorstellungen der Eltern entspricht. Ebenso ist darauf zu achten, dass sich die Jugendlichen hierbei nicht zu stark in dieses Hobby zurückziehen. Geht der Kontakt mit Gleichaltrigen aber nicht verloren, so kann man den Dingen seinen Lauf lassen.

Jugendliche müssen sich erst selbst finden und dafür verschiedene Dinge ausprobieren. Oft handelt es sich bei den Hobbys um Phasen, die wieder vergehen. Man muss erst einmal herausfinden, was einem liegt und was nicht. Dies können Jugendliche nur erreichen, indem sie sich selbst mit den verschiedensten Themengebieten befassen und nicht, indem sie aus den Fehlern anderer lernen. Eltern müssen hierfür Einsicht zeigen, dann kommt es auch nicht zu Problemen untereinander. Wichtig ist genauso die Unterstützung der Eltern, die ihren Kindern das Gefühl geben sollten, immer für sie da zu sein.

Foto: © Claudia Hautumm / pixelio.de

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